
Am Freitag war ich erneut als Referent beim Kreissportbund Jerichower Land zu Gast. Im Rahmen der Übungsleiter*innen-Ausbildung beschäftigte ich mich gemeinsam mit den angehenden Übungsleitenden mit einem Themenbereich, der im Trainingsalltag regelmäßig für Herausforderungen sorgt: dem Umgang mit Konflikten, Störungen und unterschiedlichen Persönlichkeiten innerhalb einer Sportgruppe.
Ein Schwerpunkt lag auf der Konfliktkompetenz. Gemeinsam betrachteten wir, wie Konflikte entstehen und welche Möglichkeiten es gibt, mit sogenannten Konfliktangeboten bewusst und konstruktiv umzugehen. Dabei spielte auch das Ärgermanagement eine wichtige Rolle. Denn wer die eigenen Emotionen frühzeitig wahrnimmt und persönliche Reaktionsmuster kennt, kann schwierigen Situationen häufig gelassener begegnen.
Ein weiterer Themenbereich war der Umgang mit Störungen im Trainingsbetrieb. Nicht immer verlaufen Trainingseinheiten wie geplant. Ablenkungen, unterschiedliche Erwartungen oder herausfordernde Verhaltensweisen können die Gruppenleitung vor besondere Aufgaben stellen. Hier kommt es darauf an, angemessen zu reagieren, die Bedürfnisse der Beteiligten im Blick zu behalten und zugleich einen verlässlichen Rahmen für die gesamte Gruppe zu schaffen.
In diesem Zusammenhang beschäftigten wir uns auch mit verschiedenen Teilnehmendentypen und typischen Verhaltensmustern. Dabei ging es nicht darum, Menschen vorschnell in Schubladen einzuordnen, sondern unterschiedliche Bedürfnisse und Verhaltensweisen besser zu verstehen und das eigene Führungsverhalten situationsgerecht anzupassen.
Besonders wichtig war mir, den Teilnehmenden neben den theoretischen Grundlagen alltagstaugliche Strategien mitzugeben, die sie unmittelbar in ihrer Arbeit als Übungsleiter*innen anwenden können.
Ich habe mich gefreut, erneut meine Kolleg*innen beim Kreissportbund Jerichower Land unterstützen und meine Erfahrungen aus den Bereichen Kommunikation, Konfliktmanagement und Gruppenleitung in die Ausbildung einbringen zu dürfen.
