
Am gestrigen Samstag führte mich mein Weg erneut nach Berlin in die Gerhard-Schlegel-Sportschule. Dort absolvierte ich mit dem Tagesworkshop „Soziale Kompetenz II“ einen weiteren Baustein auf dem Weg zu meiner DOSB-Übungsleiter-B-Lizenz im Präventionssport.
Unter der Leitung von Hussein Kanaan beschäftigten wir uns intensiv mit den sozialen Kompetenzen, die Übungsleiter*innen für ihre Arbeit mit Sportgruppen benötigen. Dabei ging es sowohl darum, wichtige Fähigkeiten zu identifizieren, als auch um die Frage, wie diese im Trainingsalltag bewusst eingesetzt und an andere vermittelt werden können.
Ein Schwerpunkt lag auf der Kommunikation und Gesprächsführung. Wir setzten uns unter anderem mit direktiven und non-direktiven Gesprächsstrategien auseinander und betrachteten, wann welche Herangehensweise sinnvoll ist. Anhand praktischer Beispiele beschäftigten wir uns insbesondere mit Feedback- und Konfrontationsgesprächen.
Auch die Entwicklung von Gruppen und gruppendynamische Prozesse waren Bestandteil des Workshops. Dabei reflektierten wir die unterschiedlichen Phasen der Gruppenentwicklung und die damit verbundenen Aufgaben der Gruppenleitung.
Ein weiterer Themenbereich war der Umgang mit Heterogenität und Vielfalt im Sport. Unterschiedliche körperliche Voraussetzungen, Erfahrungen, Fähigkeiten und Bedürfnisse stellen Übungsleitende vor die Aufgabe, ihre Trainingsangebote entsprechend anzupassen. Dazu beschäftigten wir uns unter anderem mit Möglichkeiten der inneren und äußeren Differenzierung sowie dem TREE-Modell, das konkrete Ansätze zur Anpassung von Trainingsmethoden, Regeln, Materialien und Rahmenbedingungen bietet.
Besonders interessant war für mich die Verbindung zwischen den verschiedenen Kompetenzbereichen. Fachliches Wissen und methodische Fähigkeiten bilden wichtige Grundlagen für gutes Training. Doch erst im Zusammenspiel mit persönlichen und sozialen Kompetenzen gelingt es, Menschen angemessen zu begleiten, Gruppen verantwortungsvoll zu führen und individuelle Entwicklung zu ermöglichen.
Der Lehrgang brachte mir damit nicht nur neue Impulse für meine angestrebte B-Lizenz, sondern auch wertvolle Anregungen für meine eigene Arbeit als Referent in der Aus- und Weiterbildung von Übungsleiter*innen.
